Nachhaltigkeit umfassend bewerten durch Multikriterienanalyse
Nachhaltigkeit lässt sich umfassend nicht aus einer einzigen Perspektive bewerten. Das thematisierten wir heute gemeinsam mit unfold im Webinar „Das unterschätzte „S“ in ESG“. Für unser Projekt URBAN MENUS CircularityOptimizer ist diese Überzeugung auch relevant. Ökologie, Ökonomie, Soziales – erst wenn alle drei Dimensionen zusammen betrachtet werden, entsteht ein belastbares Bild als fundierte Entscheidungsgrundlage.
Wem nützt welches raumplanerische Vorhaben wie viel?
Energie und Emissionen absolut gemessen / berechnet sind nicht genug. „Wie viel Nutzen wird je daraus gezogen?“ ist eine wesentliche Frage, die nicht vergessen werden sollte. Das ist noch nicht genug: „Wem nützt das eigentlich wie viel?“ Städte werden für Menschen geplant, wir rücken diese in den Vordergrund.
Den Ansatz der Multikriterienanalyse mit Bedacht auf verschiedene soziale Perspektiven brachten wir in den URBAN MENUS Circularity Optimizer ein: Stakeholder der Stadt- und Regionalplanung können damit gemeinsam Technologie-Szenarien reflektieren, Elemente individuell ein- und ausschalten und Impact-Werten verschiedener Szenarien vergleichen.
Durch Perspektivenwechsel Lebensqualität für alle fördern
Das Tools hilft, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und zu diskutieren. Es gibt die Option zum Wechsel zwischen urbaner und industrieller Perspektive. Auch kann ein Szenario aus der Perspektive verschiedener an Planungsprozessen Beteiligter betrachtet werden. So beispielsweise kann man die Position von Investoren, öffentlichen Planungsverantwortlichen oder auch Bürger:innen einnehmen.
Das Tool macht sichtbar, was Zahlen allein verbergen: Dieselbe Technologie kann aus Investorensicht attraktiv, aus Bürger:innensicht belastend und aus Planungssicht neutral sein – gleichzeitig.
Als verantwortliche Partner für das Impact Assessment stellte akaryon mit dem ESG-Cockpit sicher, dass raumplanerische Entscheidungen und die Integration von Technologien in bestehende Netzwerke nicht eindimensional bewertet werden, sondern im Zusammenspiel ihrer realen Wirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft – es geht um die Lebensqualität!

Das Projekt CircularityOptimizer wird im Rahmen eines bilateralen TECXPORT-FTI-Calls der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert (Ausschr. 2023).
